Der Buchsbaumzünsler

Cydalima perspectalis



Allgemeines

Die grün-schwarzen Raupen des ostasiatischen Kleinschmetterlings Cydalima perspectalis wachsen von anfangs 4 mm nach einigen Häutungen auf eine Größe von 3-5 cm heran.

Im Zuge dessen verändert sich auch das Schadbild:

Anfangs schaffen es die Räupchen gerade mal, die weicheren Blattunterseiten von innen nach außen abzuschaben, woraufhin die Blätter eintrocknen. Später werden die Blätter bis auf einen vertrockneten sichelförmigen Rand komplett verzehrt - es kann zu Mahlfraß kommen und selbst die Rinde wird nicht verschmäht. Hinweise auf einen Befall liefern neben den Blattschäden feine Gespinste, braun-schwarze Kotkrümel, braune Puppenhülsen und zusammenklebende Blättchen, zwischen denen man Räuschen findet.

 

Vorbeugen

Der Buchsbaumzünsler ist zwar nicht in Deutschland heimisch, hat aber dennoch von Vögeln und Igeln bis zu anderen Insekten viele Fressfeinde.

Ein nützlingsfreundich gestalteter Garten lockt sie an.

 

Pheromonfalle

Beim Bekämpfen des Buchsbaumzünslers ist das rechtzeitige Bemerken des Befalls das A und O.

Daher empfielt es sich im Frühjahr und Sommer seine Buchsbäume regelmäßig auf Befall zu kontrollieren.

Um ein Aufkommen der Buchsbaumzünslerfalter im Umkreis festzustellen, wurden spezielle Pheromonfallen für den Buchsbaumzünsler entwickelt.

Diese locken mit Duftstoffen die männlichen Falter an, welche dann in der Falle kleben bleiben. So kann man ein Falteraufkommen im näheren Umkreis ohne viel Aufwand feststellen.

Auch lässt sich durch die Pheromonfalle der beste Zeitpunkt für die Bekämpfung mit biologischen Insektiziden ermitteln.

Der optimale Zeitpunkt hierfür ist ca. 10 bis 14 Tage nachdem die Falter geflogen sind.

Je nach Witterung können die Pheromonfallen ab Ende April / Anfang Mai eingesetzt werden.

Bekämpfen

Frühzeitig kontrollieren, dabei den Buchs Auseinanderrücken und einen Blick in die Pflanzenmitte werfen, denn dort fressen die Raupen als Erstes.

Bei geringem Befall Raupen absammeln, auf eine untergelegte Plane abbürsten oder ihnen mit einem Staubsauger, Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger zu Leibe rücken.Stärker befallene Pflanzenteile abschneiden. Pflanzenschutzmittel wirken am besten auf die noch kleinen Räupchen  ein - beim Spritzen immer auch das Pflanzeninnere behandeln, oder Systemische Pflanzenschutzmittel verwenden!

Zur Natürlichen Behandlung kommen Produkte mit Bazillus thuringiensis infrage.

Noch in der Erprobungsphase, aber sehr vielversprechend ist der Einsatz von parasitären Nemathoden der Art Steinernema carpocapsae, das Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Azadirachtin in Monoformulierung ist prinzipiell ebenfalls wirksam, sollte aber angesichts der Alternativen vermieden werden.

Der Gärtner-Tipp

  • Fragen Sie besser immer erst den Fachmann, bevor Sie sich für eine Bekämpfung eines Schädlings entscheiden.